das Tattoo

Ist so eine Sache mit der Zeichenkunst, da wollte ich vor ein paar Jahren für mich ein Löwen Tattoo haben. Ich machte einen Entwurf und daraus eine Reinzeichnung.

Kein Problem, das kriegen wir hin, muss es nur auf die Rundung der Schulter adaptieren, meinte der Tättowierer.

Als ich nach einigen Stunden süssem Schmerz und um viel Geld erleichtert, in den Spiegel schaute, sah ich sowas wie einen Gibbonaffen der aufgrund der dunklen Augenringe offenbar an Nierenversagen litt.

Nun gut rückgängig machen kann man ein Tattoo bekanntlich nicht, immerhin kriegte ich nach einer Klagedrohung mein Geld zurück.

Vor einigen Tagen ergab es sich nun, dass ich einem weiteren Tintenkünstler begegnete und ihn nach den Möglichkeiten einer Heilung meines „Löwen“ fragte. Kein Problem meinte dieser und machte sich ans Werk.

Gut ich kann jetzt wieder ärmellos tragen, aber gesehen habe ich so einen schielenden, schwarzen Löwen mit Knollennase vorher nie.

(C)Rolf Trösch

Zeit für Kunst

 Sonntag, ich habe das Verlangen nach Kunst. Beschliesse nach Basel zu fahren um mir die Chagall Ausstellung an zu schauen. 

Eindrücklich, mir  gefallen seine kräftigen Farben, die kräftigen Outlines, der freie Umgang mit Raum und Perspektive.

 

„Weibsbilder“ wird auch gezeigt, eine Sammlung von alten Stichen, sagt viel zum Bild der Frau in früheren Zeiten.  

Flaniere durch die Stadt und freue mich beim Tingueli Brunnen über soviel Fantasie. 

(C) Rolf Trösch

Provokation

Ich war lange im Zweifel ob ich meine neuste Arbeit „unfassbar“ öffentlich zeige. Jetzt tue ich es doch, weil es sich ja bloss um eine Wurzel handelt, die unsere Gedanken zum Aufbruch provoziert.

Allan Jones der Fetisch und Pop-Art Künstler aus den siebziger Jahren wird 80. Damals bis heute spalten seine Werke die Meinungen über Kunst und Moral. Feministinen beschuldigen ihn die Frau auf einen Körper zu reduzieren. Während seine Plastiken Berühmtheiten wie Elton John, Roman Polanski oder Gunter Sachs begeisterten. Ich bin der Meinung Kunst braucht Provokation um sich zu bewegen. Meine besten Wünsche an Allan Jones.

Auch der Berner Foto- und Performance Künstlerin Manon gelang es über 40 Jahre immer wieder, mit ihren Werken neue Ansichten der Kunst zu provozieren. Sie stellt zurzeit in St. Gallen aus.

Aus rechtlichen Gründen kann ich hier keine der angesprochenen Fremdarbeiten zeigen, aber das Web bietet zum Glück viele Quellen.

(C)Bild&Text: Rolf Trösch

 

Hörst Du den Stein?

Seit unzähligen Jahren reise ich durch die Welt. Ich begegnete den Elementen, sie rundeten meine Erscheinung, machten mich zu dem was ich heute bin. Nun stehe ich hier, mein Herz wird zerissen, wo steuert die Menschheit bloss hin?Seit unzähligen Jahren reise ich durch die Welt. Ich begegnete den Elementen, sie rundeten meine Erscheinung, machten mich zu dem was ich heute bin.
Nun stehe ich hier, mein Herz wird zerrissen, wo steuert die Menschheit bloss hin?
(C)Bild&Text Rolf Trösch